Und außerdem kann ich, da der Name Gus Backus gefallen ist, auch an einen anderen Lieblingssong aus meiner Kindheit erinnern: "Da sprach der alte Häuptling der Indianer". Außer Gus tritt auch Heinz Erhardt kurz auf (da es sich offensichtlich um einen Ausschnitt aus einem seiner Filme handelt).
Vor 75 Jahren begann in Düsseldorf die Ausstellung "entartete Musik"
Es ist ein Anschlag auf das freie Geistesleben, wie er nur in einer Diktatur möglich ist: vorgeblich wissenschaftlich objektiv und aggressiv ideologisch, so durchdacht wie inkonsequent, raffiniert und dumm zugleich. Bei den Reichsmusiktagen in Düsseldorf wurde heute vor genau 75 Jahren die Ausstellung "Entartete Musik" eröffnet. Es ist der Moment, da der Musik die Unschuld geraubt wird. Organisator der Schandschau ist Hans Severus Ziegler, der sich das Konzept bei der Ausstellung "Entartete Kunst" (1937 in München) abguckte.
Zeichensetzung? - Darin sind die Nationalsozialisten geübt, das beherrschen sie. So ist es gewiss kein Zufall, dass die "Entartete Musik"-Ausstellung nur zwei Tage nach der 125. Wiederkehr des Geburtstags von Richard Wagner beginnt - jenes Richard Wagner, der in seiner Schrift "Das Judenthum in der Musik" die Grundzüge jenes Typus des Antisemitismus definiert, den die Nationalsozialisten ideologisch perfektionieren und der in letzter Konsequenz in die Gaskammern der Konzentrationslager führt.
Der Judenmord der Nationalsozialisten verläuft auf zwei Ebenen: jener der physischen Vernichtung und jener der geistigen Auslöschung. Der Jahrhunderte zurückreichende jüdische Beitrag zur deutschen Kultur soll als wertlos abgestempelt und der Vergessenheit überantwortet werden.
Doch das Unterfangen steht auf wackeligen Beinen. Längst haben sich die Errungenschaften jüdischer Künstler durchgesetzt und gehören zum festen Vokabular auch nicht-jüdischer. Selbst wenn es den Nationalsozialisten gelänge, etwa die Musik jüdischer Komponisten zu unterdrücken, würde die Erinnerung an sie fortleben im Werk ihrer nicht-jüdischen Nachfolger.
Um auch das zu unterbinden, bedarf es eines ideologischen Hilfsmittels. Der Begriff "entartet" kommt den Nationalsozialisten gerade recht: Er lügt objektive Wissenschaftlichkeit vor, es schwingt Krankheit, genauer: Erbkrankheit mit. Gefunden haben sie die Verbindung des Begriffs "entartet" mit Kunst und Kultur in den Schriften des jüdischen Arztes Max Nordau. Der Mitbegründer der Zionistischen Weltorganisation veröffentlichte 1892/1893 die beiden Bände "Entartung" und 1894 "Entartung und Genie". Nordau wendet darin den Begriff der Degeneration an auf die Werke etwa von Friedrich Nietzsche, Leo Tolstoi, Henrik Ibsen und Emile Zola - und auf die Richard Wagners. Adolf Hitler übernimmt zahlreiche Thesen Nordaus, tauscht aber die Zielpersonen aus. Nordau prophezeite in "Entartung" eine menschliche Katastrophe von nie gekanntem Ausmaß - sein Tod im Jahr 1923 bewahrte ihn davor mitzuerleben, in welchem Ausmaß er recht gehabt und Anteil daran hatte.
Was ist "entartet"?
Was genau sie unter "entarteter Musik" verstanden, konnten freilich auch die Nationalsozialisten nicht definieren. Da war zum Beispiel das Jazz-Problem. Der Jazz galt wahlweise als "Nigger-Jazz" (Jazz ausgesprochen, wohlgemerkt, als "Jatz") oder als "jüdisch", was von beidem er nun genau war, spielte keine Rolle, verpönt war schließlich beides.
Jazz - das bedeutet synkopierte, federnde Rhythmen. Kaum bediente sich nun ein Komponist solcher Rhythmen, stand er, selbst wenn es keine Jazz-Rhythmen waren, unter Jazz-Verdacht. So erschnüffelten linientreue Kritiker sogar in Carl Orffs "Carmina burana" Spuren des Verbotenen.
Der eigentliche diesbezügliche Sündenfall war die Oper "Jonny spielt auf" von Ernst Krenek: In ihr wird ein Schwarzafrikaner zum Protagonisten, die Oper selbst gestaltet Krenek als melancholischen Abgesang auf die Naturromantik, der er die grelle Lebensfreude US-amerikanischer Tanzrhythmen gegenüberstellt. "Jonny spielt auf" entwickelte sich zum Feindbild der Nationalsozialisten in einem solchen Ausmaß, dass sogar das Plakat zur "Entartete Musik"-Ausstellung auf die Oper des nicht-jüdischen Österreichers anspielt.
Die Schlager und Unterhaltungsmusik der Nationalsozialisten freilich klingen, als hätten sie just dieses Werk als Modell, und selbst der NS-Paradekomponist und "Lili Marlen"-Erzeuger Norbert Schultze besang die "Bomben auf Engeland" mit krenekscher Knorrigkeit.
Eine ähnliche Absurdität war der Fall des deutschen Komponisten Paul Hindemith. Seine klassizistische Musik stand in bester deutscher Tradition der handwerklichen Redlichkeit, er hatte am 17. Jänner 1936 einen freiwilligen Treueeid auf Hitler unterzeichnet und in seiner selbst getexteten Oper "Mathis der Maler" kommentiert eine Gestalt die darin vorkommende Bücherverbrennung mit den Worten: "Des Widerstandes Stahl härtet sich / Im Feuer, in Flammen glüht die neue Zeit", und Mathis selbst, immerhin der Sympathieträger der Oper, bezeichnet marodierende Unruhestifter, ganz in der Tiere und unliebsame Menschen gleichsetzenden Diktion der Nationalsozialisten, als "Menschenvieh".
Zwölftonmusik für Hitler
Allein - es half nichts. Hitler verzieh Hindemith nicht, dass er in seiner frühen Oper "Neues vom Tage" eine parodistische Koloraturarie in einer Badewanne hatte singen lassen - und Hindemith war "entartet". Der Hindemith-Nachahmer Harald Genzmer hingegen stand hoch im Kurs, und selbst die Bearbeitungen von Wehrmachts- und "neuheidnischen" Weihnachtsliedern, die der Österreicher (oder wohl eher bekennende Ostmärker) Cesar Bresgen anfertigte, orientierten sich an Hindemiths Musik für Jugendliche.
Inkonsequenzen allüberall: Dass die Nationalsozialisten etwa den jüdischen Komponisten Arnold Schönberg verboten und mit ihm die gesamte "jüdische Erfindung" der Zwölftontechnik, egal, ob ihre Anwender nun jüdische oder nicht-jüdische Komponisten waren, verstünde sich von selbst - wäre da nicht der Däne Paul von Klenau. Ihm gelang es, die Nationalsozialisten davon zu überzeugen, dass in seinen Opern die Zwölftontechnik eine Analogie zum Führerprinzip sei: Alles erscheine dem einen Gedanken untergeordnet. 1937 wird seine Oper "Rembrandt van Rijn" sogar an zwei Häusern gleichzeitig, in Berlin und Stuttgart, uraufgeführt.
Die Ausstellung "Entartete Musik" verfehlt übrigens ihr Ziel: Die meisten Besucher kommen, weil sie endlich wieder dank der akustischen Beispiele, die abschrecken sollen, jene Musik hören können, die ihnen die nationalsozialistische Diktatur vorenthält.
Zieglers Karriere war nach 1945 keineswegs völlig zu Ende: Er durfte sein Wissen an die Jugend weitergeben und unterrichtete am Gymnasium der Nordseeinsel Wangerooge die Fächer Deutsch und Englisch. Nach seiner Pensionierung zog er sich nach Bayreuth zurück und schrieb Bücher wie "Adolf Hitler aus dem Erleben dargestellt" und "Wer war Hitler?". Wie die Antwort darauf ausfällt, kann man erahnen, wenn man weiß, dass im solches veröffentlichenden Verlag auch Bücher wie "Amerikas Verantwortung für die Verbrechen am deutschen Volk" und "Das deutsche Volksgesicht" erscheinen.
Aber manche Karrieren setzen sich auch ohne Einbruch fort: Zum Abschluss der Reichsmusiktage 1938 dirigiert der deutsche Komponist Werner Egk die Uraufführung seiner Kantate "Natur-Liebe-Tod". Nach 1945 bleibt Egk lange Zeit einer der führenden Komponisten Deutschlands - gemessen an seiner Begabung zweifellos zu Recht. Und Begabung war ja noch nie Charaktersache, wie man spätestens seit Richard Wagner weiß.
Quelle: Edwin Baumgartner: Der Raub der Unschuld. Der untaugliche Versuch, eine Irrlehre durch Beispiele zu bestätigen. In: Wiener Zeitung vom 24. Mai 2013
I proudly present another 6 new blogs in my list of "public lossless (classical) music blogs". (there are 83 blogs currently listed).
As I already mentioned in all of my former posts:It’s for your convenience only. All figures and ciphers are very about. No harms intended.
Ohne sich um das Copyright zu kümmern, hat Kenneth Goldsmith das weltweit größte Online-Archiv für Avantgardekunst geschaffen.
Als der New Yorker Schriftsteller Kenneth Goldsmith vor Kurzem einen Vortrag in Berlin hielt, fasste er seine Kunstauffassung an einer Stelle recht bündig so zusammen: »Ein Künstler ist nicht jemand, der irgendein Gerät meisterhaft bedient. Ein Künstler ist jemand, der ein Gerät völlig falsch bedient und ein riesiges Chaos hinterlässt, das die Menschen dann wieder aufräumen müssen.« Wenn man sich sein bisheriges Werk anschaut, kann man sagen, dass Goldsmith diesem Ansatz treu geblieben ist, vor allem, seit Mitte der Neunziger:
1996 gründete Goldsmith »UbuWeb«, eine Online-Plattform benannt nach Alfred Jarrys proto-surrealistischem Stück »Ubu Roi«, die allerlei Arbeiten der internationalen Avantgarde ins Internet stellt. Mittlerweile ist die Sammlung nahezu unüberschaubar: Auf ubu.com gibt es frühe Kurzfilme von Orson Welles, Lesungsmitschnitte von William S. Burroughs, Kriegskalligramme von Guillaume Apollinaire, Telefoninterviews mit Bob Dylan, Videoaufzeichnungen von Tanzabenden von Sasha Waltz, das Lesungsmanuskript einer Kurzgeschichte von Alain Robbe-Grillet und vieles, wirklich sehr vieles mehr. Wenn man sich erst einmal eingeklickt hat, ist die Nacht schnell vorbei. Man hangelt sich von Entdeckung zu Entdeckung. Kenneth Goldsmith und seine Mitstreiter, die zumeist an geisteswissenschaftlichen Instituten amerikanischer Universitäten arbeiten, laden bei UbuWeb alles hoch, was ihnen irgendwie in die Finger kommt und interessant erscheint.
Das Erstaunliche dabei ist, dass es UbuWeb überhaupt noch gibt. Während weltweit illegale Tauschseiten der Reihe nach abgeschaltet werden und die Betreiber vor Gericht landen, hat es bei UbuWeb, das nun immerhin seit bald 17 Jahren online ist, noch so gut wie keine Löschanfrage gegeben. Die wenigen Dateien, deren Rechteinhaber sich melden, werden geräuschlos entfernt. Während die Betreiber von kino.to und Megaupload prominent zu Haftstrafen und Schadensersatz verurteilt werden, wächst UbuWeb kontinuierlich und ist heute das mit großem Abstand umfangreichste Archiv für progressives Denken und künstlerisches Schaffen im Internet.
Wie ist das möglich? Eine befriedigende Erklärung hat Kenneth Goldsmith selbst nicht. Es melde sich einfach niemand, der durch UbuWeb seine Urheberrechte verletzt sehe. Und auch von einer staatlichen Strafverfolgung sei ihm noch nichts zu Ohren gekommen. Dabei versteckt sich UbuWeb nicht: Man braucht für den Zugang zur Seite kein Passwort, UbuWeb wirbt mit einem eigenen Twitter-Kanal für die neuesten Uploads, jeder hat zu jedem Zeitpunkt Zugriff auf das Archiv. Ein Problem scheint damit niemand zu haben. Die Erfahrungen zeigten sogar im Gegenteil, sagt Goldsmith, dass die meisten Künstler eher dankbar seien, wenn ihre Arbeiten bei UbuWeb hochgeladen werden, obwohl das nicht einmal als Anerkennung zu verstehen ist. Denn dort landet alles, was formal irgendwie interessant ist. Zeitgenössische Arbeiten müssen nicht unbedingt gelungen sein, um bei UbuWeb hochgeladen zu werden, nur ambitioniert. Außerdem verstehen sich die UbuWeb-Macher nicht als Jury, die ein Qualitätsurteil fällt, sondern als Kunstfreunde, die so viel Material digital verfügbar machen wollen, wie nur irgend möglich. Goldsmith glaubt, dass es deswegen keinen Kläger gibt, weil UbuWeb ausschließlich Arbeiten mit avantgardistischem Anspruch digitalisiert und auf kommerziell interessanten Mainstream vollständig verzichtet: All diese komplizierten Filme, Audiodateien und Texte würde auf dem freien Markt kaum jemand umsonst nehmen, geschweige denn kaufen.
Deshalb verliert niemand Geld, obwohl UbuWeb vor kunstgeschichtlich wertvollen Arbeiten nur so strotzt. Ihr formaler Ernst macht sie für den Markt ziemlich uninteressant. Weil die Seite außerdem kostenlos nutzbar ist, nichts verkauft und keine Werbung schaltet, macht sie, anders als die gemeinen Tauschbörsen, die mit Anzeigen Geld verdienen, keinen Profit. Kostet aber auch nichts: »Wir bezahlen nur für die Domain und den Speicherplatz. Das sind vielleicht 50 Dollar im Jahr«, so Goldsmith. Gleichzeitig gibt sich das Projekt keinen politischen Anstrich oder behauptet, etwa gegen den Kapitalismus zu kämpfen. Wer Rechte an einer Arbeit hat, die bei UbuWeb hochgeladen wurde, schreibt einfach eine Mail, und das Material wird entfernt. »Auf keinen Fall möchten wir Geld von Künstlern oder Herausgebern der Avantgarde stehlen, die noch Sachen herausbringen, die normalerweise wenig gekauft würden«, ist in der Charta von UbuWeb zu lesen. Und weiter: »UbuWeb fungiert sozusagen als Verteilungszentrum von schwer auffindbaren, oft vergriffenen und unbekannten Sachen, die digital ins Web gestellt werden. Wenn wir zum Beispiel ein konkretes historisches Gedicht einscannen, vermindert das den Wert der dinghaften Form des Gedichts nicht.« Trotzdem ist man vorsichtig: UbuWeb fordert seine Nutzer auf, so viel Material wie möglich von der Seite herunterzuladen und auf der eigenen Festplatte zu hinterlegen. UbuWeb speichert vieles, das Fans extra für die Seite von VHS-Kassetten oder Schellack-Platten digitalisieren. Sollte die Seite doch einmal geschlossen und sollten die Server beschlagnahmt werden, wäre diese Arbeit möglicherweise für immer verloren.
Vielleicht wird UbuWeb auch deshalb in Ruhe gelassen: Kenneth Goldsmith und seine Mitstreiter archivieren dort das kulturelle Erbe des industriellen Zeitalters und leisten damit eine Arbeit, für die im Zweifelsfall der Staat verantwortlich wäre. Und für die er viel Geld aufbringen müsste.
Gestern entdeckte ich ein zauberhaftes Blog, Silvae von Jay Loomings, einen pensionierten Hochschullehrer (ich vermute: Literatur) aus »Norddeutschland« (ich vermute: Bremen). Wie ich schreibt er deutsch und über Kunst, aber anders als ich schreibt er auch über viele andere schöne Dinge und alles ist von ihm selbst verfaßt.
Dies ist fast unglaublich. Seit 3.Jänner 2010 verfaßt Jay täglich (und öfter) eine liebevolle, geschmackvoll bebilderte Abhandlung über z.B. Childe Hassam, Thornton Wilder, Johan Christian Clausen Dahl, Edward Albee, Daliah Lavi, Louis Ferdinand von Preußen, Cervantes, Don Giovanni, … und und und.
Zuerst hatte ich mir für Silvae ein Lesezeichen angelegt. Dann hatte ich Silvae als Feed abonniert. Zuletzt habe ich beschlossen, alle Artikel zu lesen, vom ersten an.
Überzeugen Sie sich, dass Sie es mir nachmachen müssen!
What an eye-catcher for my 3rd bunch of new entries in my list of "public lossless classical music blogs" (there are 85 blogs currently listed). And my next post (on Monday, 3rd of September) to the Kammermusikkammer concerns to Max Reger and Frantisek Kupka - the painter of this "Path of Silence" (1903).
As I already mentioned with my former posts:It’s for your convenience only. All figures and ciphers are very about. No harms intended.
"Un espacio para compartir mis modestos conocimientos musicales y mi pequeña discoteca, pero con el mayor gusto y entusiasmo por nuestra pasión: la música de los grandes."
Since yesterday I re-ripped and re-posted another 10 broken links in the Kammermusikkammer. Beginning with the 23th of April, I refreshed 70 titles up to now. They are all listed below, the new ones are backgrounded in red
During the last days I reposted another dozen of broken links in the Kammermusikkammer. Beginning with the 23th of April, I refreshed 60 titles up to now. They are all listed below, the new one are backgrounded in red, like Zelenka's fabulous trio sonatas.
You probably knew that already, but perhaps you didn't know this: His first album, Songs By Tom Lehrer, was one of the most profitable investments in the history of the music business. Recorded for an initial studio cost of $15 (15 dollars - for the entire album) and initially released for sale only on and around the Harvard University campus, Songs By Tom Lehrer went on to sell 370,000 copies on Lehrer's own do-it-yourself label, becoming one of America's biggest-selling - if not the biggest-selling - humorous-music album of the 1950s on any label, large or small.
Lehrer’s career as an entertainer was as brief as it was brilliant. He didn’t become a professional performer until 1952, just before he made his first album. He dropped out of showbiz in 1960, and two years of that eightyear span were spent in the Army. Aside from a very short comeback in the mid-'60s (when he recorded his highest-charting album, That Was The Year That Was), he's spent his time teaching and, by his own account, taking life easy.
Tom Lehrer was born (April 9, 1928) and raised in New York City.
"My father was a tie manufacturer, a big man in the industry. I had a normal childhood, I would say. I took piano lessons; everybody did in those days. I didn't like classical music, though. I would practice the absolute minimum that I had to for my piano lesson, and then I would start picking out popular tunes I'd heard on records, and my parents finally caught on. They didn't have many pop-piano teachers in those days, but my mother, bless her, actually scouted around and finally found me one.“
A precocious student, Lehrer graduated from high school at age 15 and entered Harvard. He soon began writing little songs and parodies for parties and special occasions. (In 1945, at age 17, he wrote "Fight Fiereely, Harvard".) He got his bachelor's degree in mathematics at 18 and remained at Harvard as a graduate student until 1953, except for one year spent at Columbia University.
"The first time I ever sang for anybody, other than at a private party, was when I was in graduate school. They had a quartet singing contest at a law school dance, and four of us entered and sang some of my songs. We were the only entry, so they refused to give us the prize, but we sang anyway! Then we got hired to sing at the Harvard freshman smoker, an annual event where the whole freshman class – all boys in those days - got together to drink beer and throw up. The other three singers went on to other careers after that, but I continued to sing on my own around the campus, at dance intermissions, things like that.“
"My first real public performance was in the fall of 1952, at a nightclub called Alpini's Rendezvous in Boston, for $15 a night. I got a couple of $5 raises, but when I got to $30 they said that was too much, so I quit"
The LP record had recently been introduced, which made it more feasible to record and release an album on one's own than it had been in the days of fragile, cumbersome 78-r.p.m. discs.
"There was a doctor in Boston named Shep Ginandes, who sang folk songs. He made an album of them and issued it privately. I called him up, and he helped me a great deal. I found a studio in Boston, and they set up the recording session plus the LP pressings and the printing of the jackets. I recorded the first album on Januara 22, 1953, all in one session. I think it just took an hour; it might have been a little longer.“
„The whole idea was just to sell it around Harvard. Record stores agreed to take it for $3 and sell it for $3.50, just as a public service to the community. Also, each dormitory at Harvard had a newsstand kind of thing, and they would also sell it, give me $3 and sell it for $3.50. The first 400 copies have my home address at the time on the back: 6 Kirkland Road."
"I began getting orders from college towns around the country. Then I began getting a lot of orders from San Francisco, which I couldn't figure out. It turns out that the music reviewer of the San Francisco Chronicle had devoted a whole column to the record, giving the price and the address."
At Christmastime 1953 Lehrer was booked into the Blue Angel, then one of the top nightclubs in New York. After he talked the city's two largest specialty record stores into carrying the album, which promptly began flying out the doors, several major record labels expressed interest. All of them eventually backed off because of the album's controversial lyrics. Like it or not, Lehrer remained an independent entrepreneur.
"I spoke to Manny Sachs at RCA. He explained that RCA sold refrigerators and other consumer items and wouldn’t want any protests because of something on their record label.“
Radio also shied away from Songs By Tom Lehrer, except for a few FM stations late at night (those were the days when only serious music and hi-fi buffs had FM radios). But those mail orders continued to roll in, more and more each week. Tom eventually set up a downtown office for Lehrer Records and hired assistants to take orders and deal with the pressing plant and the jacket manufacturers. There was another pressing maller, though, that he had to handle personally: the draft.
More Of Tom Lehrer was recorded on July 3, 1959. This time it cost a bit more than $15 - the session was held at RCA's first-class studios in New York. Once again, though, the entire LP was cut in a single session - three hours including playback and editing time.
Lehrer held firm to his decision to abandon the concert hall for the classroom. Did he not enjoy performing, one wonders?
"Oh no, it was fine. I enjoyed high school but I wouldn't want to do that again either. I had a good time, going to new places and meeting new people, but getting out onstage and performing was not all that interesting. I felt like a novelist being asked to read his novel every night. One night I was performing at New York's famous Town Hall. I sang 'Fight Fiercely, Harvard' and I started with the second verse instead of the first, and I thought How am I going to get out of this? So I just stopped, and started again, and got confused again, and finally said, 'Oh, you all know this song anyway. Let's go on to the next one.' It was embarrassing. I hadn't been thinking about the song, but about what I was going to have for dinner afterwards or something. So I thought OK, the time has come."
Tom Lehrer has been comedy’s most celebrated nonperformer ever since. But he has never totally retired. He continues to teach a variety of courses in musical theater and in mathematics at the University of California, Santa Cruz. Despite having turned his back on his songwriting and performing career, he retains a lot of pride and affection for his creations.
Source: Dr. Demento, in the booklet of „Songs & More Songs by Tom Lehrer“. (Quotes from Tom Lehrer are from an interview contucted with him in August 1996)
Almost certainly, she was the most intelligent singer
ever to have graced the face of the earth.--
Massimo Mila (1910-1988), Italian musicologist
It is twenty five years since Cathy Berberian, the celebrated mezzo-soprano, composer, polyhistor and artistic non-conformist died in Rome at the age of 57. She was an incredible artistic personality who inhabited her own exquisitely hybrid Universe of The Arts blending music, theatre, cinema, dance, languages, design and devilishly clever wit. She was as funny as she was intelligent: a very rare and uniquely special person. Her individualistic interpretation and colourful performances were so distinctive that many composers -- Berio, Bussotti, Cage, Henze, Maderna and Stravinsky (amongst many others including the author Anthony Burgess) composed for her inimitable capacities and talent. Cathy Berberian invented the new vocal techniques, 'la nuova vocalità'. She unsettled encroached conservative conceptions by sheer individuality, talent and ability. Her capacities as an actress were as dazzling as her musicianship, according to Peter Brooke with whom she worked. She shook free Monteverdi from years of dust and reached across centuries of répertoire to the avant-garde of her day, ennobling Kurt Weil, Folk Music and The Beatles en passant. Cathy was a true multiartist with a comparativist perspective and philosophy, the centrepin of which was: There is no division between the Arts -- there is good and there is bad; nothing else! She appreciated all genres of music and art inside a multi-disciplinary concept. To be aware, to appreciate, to be forever inquisitive upon a deeper level of study and social history were her prerequisites for work within every discipline. She acted, translated, composed, researched brilliant programmes and filed her work in a pre-computer age inside her head and paper folders. Cathy Berberian's rightful place as Muse to the evolution of Music in the second half of the twentieth century is yet to be fully appreciated. Source: Jennifer I Paull, Vouvry, Switzerland, in an article from 6 March 2008, in Music and Vision. Visit my recent post "Luciano Berio - Cathy Berberian - Recital I for Cathy in the Kammermusikkammer
Reinecke is best known (if at all) today as a composer. He was also a highly regarded pianist and conductor, and he has the honour of being the oldest pianist to commit any performance to a recording. He made no acoustic recordings, but made a number of piano rolls for the Welte reproducing piano. This system captured dynamics, pedalling and attack of notes. It did not satisfactorily reproduce the tonal variations or the subtle inner voicings within chords so well. Bad rolls, or badly adjusted reproducing equipment can easily lead to rhythmically lumpy playback or other aberrations, leading to a bad name for piano rolls amongst many critics. However, in a good reproduction the recording can be very fine, and convincing.
This performance is Reinecke's transcription of the slow movement Larghetto from Mozart's Piano Concerto in D K.537. The roll dates from 1905, towards the end of Reinecke's life.